Diese Redewendungen stammen aus Kartenspielen

Ich muss gestehen, dass ich einer dieser Menschen bin, die so ziemlich alles mit einer Redewendung ausdrücken – nun, sofern es einen passenden Spruch gibt. Da ich Kartenspiele liebe, stammen die von mir am liebsten verwendeten Redewendungen auch aus diesen. Falls Sie auf diese Webseite gestoßen sind, weil Sie meine Leidenschaft teilen, dann werden Sie die folgenden Informationen sicherlich interessant finden.

Doch ich hoffe, dass Sie diese auch dann unterhaltsam finden, wenn Sie nicht ganz so sehr in Kartenspiele vernarrt sind wie ich. Bevor ich Ihnen jedoch die einzelnen Redewendungen vorstelle, die etwas mit Kartenspielen zu tun haben, möchte ich noch einen Hinweis geben: Dass es so viele hiervon gibt, zeigt eindeutig wie wichtig diese Spiele in unserem Alltag waren und nach wie vor sind. Die Sprache spiegelt schließlich das wider, was wir erleben und als mitteilungsbedürftig empfinden.

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Sich nicht in die Karten schauen lassen

Wer kennt diesen Spruch nicht? Hierbei handelt es sich eindeutig um eine Referenz zu einem Kartenspiel. Welches Kartenspiel hiermit genau gemeint ist, wissen wir nicht, da es sehr viele gibt, bei denen es ungünstig wäre, wenn die Mitspieler wüssten, welche Karten man auf der Hand hat. Während es somit bei den meisten Spielen von Vorteil ist, dass andere Personen die Karten nicht einsehen können, hat die Redewendung hingegen einen negativen Beigeschmack. Jemand, der sich nicht in die Karten sehen lässt, ist jemand, der nicht preisgeben möchte, was er vorhat und somit höchst verdächtig.

Diese Person könnte etwas im Schilde führen (ebenfalls eine Redewendung, die jedoch nichts mit Kartenspielen, sondern etwas mit den Wappen der Adelsfamilien aus dem Mittelalter zu tun hat). Sehr selten wird dieser Spruch mit etwas Bewunderndem verbunden. Das gilt auch für das Gegenteil, wenn sich jemand in die Karten blicken lässt. Hierbei wird zumeist darauf hingedeutet, dass jemand eine viel zu ehrliche Haut ist und sich mit diesem Verhalten nichts Gutes tut. Seltener wird die Transparenz, die diese Variante der Redewendung aussagt, gelobt. Ein Politiker, der sich in die Karten sehen lässt, kann somit sowohl für die Transparenz seiner Handlungen gelobt, als auch für diese kritisiert werden. Es kommt somit auf den Zusammenhang sowie den Tonfall an, so wie im Kartenspiel eben auch.

Den letzten Trumpf ausspielen

Nicht bei jedem Kartenspiel gibt es Trümpfe, doch wenn es sie gibt, dann sind sie etwas ganz Besonderes. Dies ist zum Beispiel beim Skat so oder auch beim Doppelkopf. Trümpfe spielt man also nicht einfach so aus Jux und Tollerei aus, sondern gekonnt und wohl überlegt. Jemand, der seinen letzten Trump ausspielt, hat keinen weiteren mehr in der Hand. Dieser Spielzug ist somit seine letzte Hoffnung, das Spielgeschehen so zu wenden, dass er gewinnt. Im übertragenen Sinne bedeutet den letzten Trumpf ausspielen somit das letzte zur Verfügung stehende Mittel einzusetzen, um etwas zu schaffen oder zu erhalten. Auch diese Redewendung ist eher negativ behaftet. Wenn alles am seidenen Faden hängt, gibt es diesen Trumpf als letzten Rettungsversuch.

Eine hiermit verwandte Redewendung ist einen Trumpf in der Hand zu haben. Diese hingegen ist eher positiv zu betrachten. Jemand hat noch ein Ass im Ärmel. In beiden auf Kartenspiele bezogenen Sprüchen geht es darum, dass eine Person einen Vorteil beziehungsweise eine Möglichkeit hat, der/die wiederum das Geschehen zu seinen Gunsten wenden kann. Da dieser Trumpf oder eben das Ass etwas ist, das wesentlich durchsetzungsfähiger oder stärker ist als das, was andere so auf der Hand oder im Ärmel haben, wird die Person hiermit garantiert gewinnen. Wie sieht es mit Ihrem Ass im Ärmel aus, wenn sie sich in Echtgeld Casinos nicht in die Karten schauen lassen?

Ach du grüne Neune

Je nachdem, wen man zum Ursprung dieses Ausrufes fragt, wird einem mitgeteilt, dass es sich hierbei um einen Ausdruck aus einem Kartenspiel handelt oder aus Schlesien kommt oder aufgrund eines Nachtclubs in Berlin entstand. Tun wir einmal so, als gäbe es die anderen Erklärungen nicht und bleiben beim Kartenspiel. Die grüne Neun (Pik Neun) ist nicht bei jedem Kartenspiel gerne gesehen und kann unter Umständen bedeuten, dass der Spieler, der diese erhält, verlieren wird. Wird Skat mit dem offiziellen Skatblatt, das aus einem französischen Blatt mit deutschen Farben besteht, erhält Pik die Farbe Grün. Eine grüne Neun auf der Hand zu haben, wird bei diesem Spiel nicht gerne gesehen, weshalb Spieler wohl empört ‚Ach du grüne Neune!‘ rufen.

Ein abgekartetes Spiel

Wenn ein Spiel abgekartet ist, dann bedeutet dies für alldiejenigen, die nicht zum geheimen Zirkel gehören, nichts Gutes. Die Spielkarten wurden gezinkt, weshalb sich Spieler keine hohen Chancen errechnen können zu gewinnen, außer natürlich sie waren am Präparieren dieser beteiligt und gehören somit zu den Betrügern. Mit gezinkten Karten spielen ist eine Redewendung, die hiermit einhergeht. Derjenige, der die Karten gezinkt hat, wird gut lachen haben, alle anderen Beteiligten jedoch verlieren. Beide Sprüche gehen davon aus, dass die Beteiligten nichts von dem Verrat wissen und sich blind in die manipulierte Situation begeben.

Aus dem Schneider sein

Wer aus dem Schneider ist, kann in Ruhe aufatmen, denn er ist einer ungünstigen Situation entkommen. Auch hier gibt es verschiedene Erklärungen zum Ursprung dieser Redewendung. Bleiben wir beim Kartenspiel, genauer gesagt erneut dem Skat aber auch dem Schafkopf und Doppelkopf. Wer bei diesen Spielen ‚Schneider wird‘, der hat weniger als die Hälfte zum Gewinn benötigten Punkte erreicht. Das ist natürlich nichts Gutes, man spielt ja schließlich, um zu gewinnen und eben nicht, um zu verlieren. Deshalb möchte man aus dem Schneider sein und seine Punktezahl von nun an mächtig erhöhen.

Den schwarzen Peter haben

Wer den schwarzen Peter zieht, der hat beim Kartenspiel Schwarzer Peter verloren. Übertragen wir diese Weisheit nun auf die reale Welt, dann bedeutet diese Redewendung, dass derjenige nun mal Pech gehabt hat. Ohne eigenes Zutun und allein aufgrund des Fehlens von Glück ist die Person in eine unvorteilhafte Situation geraten. Den schwarzen Peter gezogen haben kann aber auch bedeuten, dass jemand für etwas als schuldig dargestellt wird, was er sich gar nicht hat zu Schulden kommen lassen. In allen Fällen bedeutet den schwarzen Peter zu haben sowohl im Kartenspiel als auch im wahren Leben nichts Gutes. Läuft Ihnen dann noch eine schwarze Katze über den Weg, während Sie sich unter einer Leiter befinden, ist das Unheil wahrlich vorprogrammiert.

Herz ist Trumpf

Kennen Sie das Problem, dass der Kopf etwas Anderes möchte, als Ihr Herz? Nun, dann gibt es eine ganz einfache Lösung: Herz ist Trumpf. Fassen Sie sich ein Herz und sagen Sie Ihrer Liebsten/ Ihrem Liebsten wie Sie sich fühlen, denn nur die Liebe zählt! Diese Redewendung stammt natürlich aus einem Kartenspiel, das Trümpfe enthält. Hierzu gehört zum Beispiel Skat. Wer beim Farbspiel verkündet, dass Herz Trumpf ist, der gibt bei diesem Kartenspiel an, welche Karten ab nun den anderen überlegen sind. Im übertragenen Sinne wird dieser Spruch zumeist auf die Liebe bezogen, kann jedoch auch ein hilfreicher Rat für alle weiteren Lebenslagen sein, bei denen das Herz mehr Gewicht haben sollte, als der Verstand. Da müssten wir nur noch herausfinden, wann dies der Fall ist… Egal, Herz ist einfach immer Trumpf – außer natürlich der Solist entscheidet sich für eine andere Farbe.

Kalte Füße kriegen

Wer kalte Füße kriegt, der wird nicht nur leichter krank, sondern macht sich auch noch schnell aus dem Staub. Doch was hat dieses ängstliche Verhalten mit dem Kartenspiel zu tun? Als Glücksspiel verboten war, wurde dieses jedoch weiterhin betrieben. Damit sich Spieler den Baccarat- und anderen Kartenspielgenüsse nicht mit strafrechtlichen Folgen teilen mussten, verzogen sie sich in den kalten Keller. Da gab es keine Heizung, weshalb die Füße schnell kalt wurden. Wer also kalte Füße bekommt, der möchte eigentlich dem illegalen Glücksspiel nachgehen und dafür macht man sich eben besser aus dem Staub. Ein Glück, dass es Online Casinos gibt (sogar Casinos mit VIP-Programmen). So dürfen Sie gerne auch weiterhin im Keller spielen, wenn Sie dies bevorzugen, Ihre Füße sollten Sie jedoch lieber warmhalten.

Ich könnte diese Liste noch weiterführen, möchte Ihnen jedoch nicht den Spaß daran nehmen, die weiteren Redewendungen, die auf Kartenspiele zurückzuführen sind, selbst zu entdecken. Nachdem Sie diesen Beitrag gelesen haben, werden Sie die Welt der Sprüche sowieso mit ganz neuen Augen sehen. Ich bin gespannt, welche Entdeckungen Sie hierbei machen werden.

Über den Autor 21-Mär-19
Letzte Aktualisierung 15-Mai-19

Karl-Heinz Schmiedinger, geboren 1955 in Freistadt, ist Baccarat Enthusiast und liebt Kartenspiele aller Art seit frühester Kindheit. Sein Wissen und seine Strategien teilt er gerne.

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